Jeder kann Video!!!

…so heißt das neue Buch, das ich zusammen mit meiner Frau, Konstanze Werner geschrieben habe – und das ist auch einer der Gründe, warum hier so lange nichts mehr von mir zu hören war – einfach zu viel Arbeit. Aber jetzt ist es fertig und ist gerade erschienen – und wird die Video-Produktions-Welt REVOLUTIONIEREN! Hoffe ich jedenfalls. Denn wir erklären und machen dem geneigten Leser vor, wie man mit einem Equipment von 350€ einen guten Film anlegen, planen,produzieren, schneiden,texten und veröffentlichen kann.Dazu gibts nen kleinen Werbefilm, die Seite http://www.jederkannvideo.de, den Jederkannvideo-Kanal bei youtube,…facebook-Seiten..usw..was man halt heute so braucht, um im „Geschäft“ zu bleiben. Ich freue mich auf Anregungen!

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Käßmanns Selbstgerechtigkeit

Meine Autorität ist beschädigt…sagt Bischöfin Käßmann. Wo sie recht hat, hat sie recht! Dazu ist eigentlich schon alles gesagt worden  – bis auf ein Detail, das bisher unerwähnt blieb:  wieso, um Gottes Willen (Verzeihung…) sitzen ihre 4 Töchter in der ersten Reihe, wieso „tragen sie diese Entscheidung klar und deutlich mit und sind heute auch hier mit anwesend…“ Was haben die 4, die da ziemlich bedröppelt in der 1. Reihe saßen und in die Kameras guckten, eigentlich damit zu tun, dass Muttern besoffen, mit nem fremden Mann auf dem Beifahrersitz, nachts über eine rote Ampel gebrettert ist? Das, sollte man meinen, ist doch ihre ureigenste Angelegenheit – wieso müssen da noch in einem ultimativen Akt der Selbstgerechtigkeit die armen Kinder dafür herhalten, dass sie, die Bischöfin, letztlich nun doch  alles richtig gemacht habe? Ich finde, ihre Kinder gehörten da nicht hin, haben mit dem Fall, um dessen Bewältigung in der  Öffentlichkeit es ging, nichts, aber auch  gar nichts zu tun. Frau Käßmann verwechselt, wieder einmal, ihre private und ihre berufliche  Rolle und zieht ihre eigenen, am Geschehen völlig unbeteiligten Kinder, in einen Aufmerksamkeitsfokus, in dem sie nichts zu suchen haben. Wer jammert ganz schnell über die Brutalitäten dieser Mediengesellschaft, nutzt aber deren Wirkungsmechanismen hemmungslos aus, wenn es um die eigene Sache geht? So betrachtet, finde ich, war es wirklich überfällig, dass diese Ikone der Selbstgerechtigkeit aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwindet – hoffentlich nimmt sie die Chance wahr, die darin steckt, und findet sich wieder selbst – findet den Weg zu den richtigen Entscheidungen. Das wünsche ich ihr!

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Fragen eines lesenden bloggers…..

Wieso…..

…fällt halb Deutschland über Westerwelle her, nur weil er sagt, dass derjenige der arbeitet nicht weniger haben darf als derjenige der von    Staatsknete lebt….?
…fällt niemand über Bischof Mixa her, der für den Mißbrauch von Jugendlichen durch katholische Erzieher die Sexualisierung der Gesellschaft verantwortlich machen will? Dieser bodenlose Zynismus empört mich wirklich mehr!
…werden beim U-Bahn-Bau in Köln 28 Protokolle über die Baumaßnahmen systematisch gefälscht – und der Chef von BilfingerBerger erklärt  jetzt ua, daran schuld sei die Unkenntnis von Mitarbeitern beim Bedienen der software…? (dabei sind 3 Mitarbeiter schon seit Wochen suspendiert!)
…löst der Skandal um 4 Frankfurter Steuerprüfer die durch gefälschte psychiatrische Gutachten aus dem Amt gemobbt wurden, weil sie  reiche Steuersünder nicht mehr schonen wollten, keinen Aufschrei aus?

Leben wir doch in einer zynisch gewordenen Bananenrepublik?

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to flip or not to flip….

heißt es im Moment bei allen meinen Video-Blogger-Freunden. Gemeint ist diese neue Kamera:

Das schicke Teil heißt ganz einfach Ultra HD und es gibts hier zu bestaunen: http://www.theflip.com/de-de/.
Es ist so einfach wie es sich auf dem Bild ansieht: mit dem grossen roten Knopf nimmt man auf..einstellen kann man fast gar nichts….na ja, das Datum und die Uhrzeit…das wars dann aber auch schon. (Obwohl „AudioVideoFoto“, 3/2010 eine Sony Kamera zum Sieger erklärt) Aber in den USA ist das Flip-Ding der Renner… dieses kleine VideoTeil hier habe ich damit ratz-fatz aufgezeichnet und in 10 Minuten mit Pinnacle geschnitten:

Immer mehr Kollegen der bloggenden Zunft benutzen entweder diese (oder eine andere) kleine Kamera um ihre blogs damit aufzufrischen..zB
die Kollegen des ZDF die für sport.de arbeiten…da entstehen dann ganz eigene kleine Filme, die von viel Ideenreichtum geprägt sind, anders als das bekannte „Fernsehen“ daherkommen, und auch anders als das bebilderte Netz… eine eigene kleine Kunstform entsteht dort. Ganz besonders gut gefällt mir der rennende Reporter auf den Sport-Seiten von ZDF.de…(blog.zdf.de/sport/) und der hier am Rosenmontag war ein echtes highlight:

Und wer schon immer mal wissen wollte, wie denn eigentlich die Filme gemacht werden die immer so gelehrt daherschwätzen…den klärt dieser BBC-Kollege auf  und enthüllt ein ganz einfaches Rezept:

Tja, so gehts also. Viel Spaß mit den Videos…ich mache mir weiter Gedanken!

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Medien Landschaft USA

…wenn die USA das Vorbild sind, für das was medial auf uns zukommt – woran ich keinen Zweifel habe- dann sieht das z.Zt in New York zB so aus: Eine ganze Menge TV-Sender strahlen in HD aus – auch die Brot-und-Butter- live-Berichterstattung. Das ist schon eine andere Qualität und macht richtig Spaß beim zugucken.
Oder: man sieht in der subway jede Menge Leute mit Kindle etc…das Ding scheint doch ganz brauchbar zu sein und ist im Gedränge wirklich gut zu lesen.
Die Zeitungen sind voll mit Berichten über die neuesten technischen Gadgets, heute zB die New York Times mit folgendem Artikel: „From Print to Phone to Web. And a Sale?“. Es geht darum, dass die zweidimensionalen Printprodukte versuchen, dreidimensinal zu werden! Wie das? Zum Beispiel indem man, wie hier die Zeitschrift Esquire, unten auf der Seite barcodes abdruckt, die kann heute jedes smart-i-phone lesen, und sofort öffnet sich zB ein Video, oder es wird einem gesagt, wo es das Produkt in der Nähe günstig zu kaufen gibt. Das alles, so jedenfalls die NYT, muss einfach und unkompliziert sein und einen Riesenspaß machen. Zeitungen nutzen diese Technologie auch um mit den Lesern in Kontakt zu treten bzw um feedback zu erhalten. Diese Zukunft macht Spaß!

from print to phone to web.....

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Zeitungslandschaft USA

..alle Welt stöhnt ja zur Zeit darüber dass niemand aus der jüngeren Generation mehr Zeitungen lesen, geschweige denn abonnieren will – und dass man sich die Entwicklung in den USA nur anzuschauen brauche….Tatsächlich ist hier in USA, wo ich z.Zt. bin, das große Zeitungssterben im Gange. Tatsächlich kauft hier morgens in New York im drugstore kaum jemand eine Zeitung – weder Ältere noch Jüngere…einfach gar keiner. Es gibt auch nicht so viel Auswahl wie bei uns..ich spreche wie gesagt, von dem ganz normalen drugstore um die Ecke. In New York liegt eigentlich nur die „Daily News“ an der Kasse rum, kostet aber auch nur 50ct, das finde ich echt billig, immerhin hat sie an einem normalen Werktag fast 90 Seiten. Ja, klar, viele Anzeigen, aber auch einen sehr umfangreichen und gar nicht reißerischen redaktionellen Teil. Und, was mich sehr überrascht hat, ganz sauberen Journalismus: die Quellen werden eine nach der anderen ordentlich benannt und zitiert – man enthält sich jeden Kommentars. Echt beispielhaft! Ja, und dann noch die „New York Times“, 2Dollar, geschätzte 150 Seiten an einem ganz normalen Werktag, viele gute Sonderbeilagen mit kritischem redaktionellen Teil, wenn über Konsumpordukte berichtet wird – und wer wissen will was sonst so in der Welt los ist kauft „USA today“. Wenn denn jemand überhaupt noch eine Zeitung kauft….

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Enke….

15. November 2009 1 Kommentar

Robert Enke

Ich weiß nicht wie es Euch geht…irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl als ich die ganzen Kommentare zum Selbstmord von Robert Enke las…erstmal wußte ich gar nichts mit dem Namen anzufangen-Schande über mich, aber so wars wirklich. Und dann hatte ich den Eindruck dass die mediale Begleitung eine Schlagseite bekam…und erst heute, bei der Lektüre der Sonntagszeitungen, erkenne ich, dass auch andere Kollegen dieses Gefühl haben und ihm Ausdruck verliehen haben. Richard Herzinger in der WamS: „..man kann Enke auch nicht nur als Opfer betrachten. Seine Selbsttötung, vor allem die Art, wie er sie verübte, ließ ihn zugleich zum Verursacher neuen Leids werden. Nicht nur dass er eine Frau und ein erst kürzlich adoptiertes Kind zurück ließ – Enke hat seine Selbsttötung auch auf einen anderen abgewälzt“…gemeint sind zB der Lokführer, der mit diesem traumatischen Erlebnis fertig werden muß, die Rettungskräfte, Polizisten etc.
Und die FAZ-Sonntagszeitung kommentiert ähnlich: „Warum Enke nach dem Verlust seiner Tochter und trotz seiner schweren Depression ein Kind adoptierte, obwohl er doch kaum mit dem eigenen Leben zurecht kam, und warum seine Frau dabei mittat – verantwortlich war das nicht….Robert Enke taugt…nicht zum Helden,so wenig wie andere im Amüsierbetrieb.“
Ich finde, das sind wichtige, gute und mutige Gedanken, die in der Medienwalze bisher untergingen. Was meint Ihr?

Kategorien:Medienlandschaft